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Biene des Jahres 2024


Titelbild Blogbeitrag Streuobstwiese Am 8. November 2023 wird in Hünstetten Görsroth eine Pflanzaktion stattfinden

Wildbiene des Jahres 2024 – Die Blauschwarze Holzbiene

 

Man hört sie schon, bevor man sie sieht. Dabei ist sie mit einer Größe von 2 - 3 cm eine unserer größten Wildbienen. Sie hat einen rein schwarzen Körper und ihre Flügel glänzen schwarzblau-metallisch. Sie wird häufig mit Hummeln oder Hornissen verwechselt, besitzt auch einen Stachel, den sie aber lediglich zur Verteidigung ihres Nestes einsetzt.

 

Das Kuratorium „Wildbiene des Jahres“ hat die Blauschwarze Holzbiene ausgewählt, weil sie (noch) relativ selten ist. Eigentlich im Mittelmeerraum beheimatet, hat sie sich aufgrund des Klimawandels zuerst in Süddeutschland ausgebreitet. Über die Rheinebene ist sie nun auch zu uns gekommen.

 

Sie ist eine Solitärbiene, d. h., sie bildet keinen Staat. Für ihren Nachwuchs braucht sie Totholz, am liebsten in der vollen Sonne stehend, in das sie horizontal bis zu 11 cm tiefe Löcher nagt. Im März/April ist Paarungszeit und danach legt das Weibchen in einzelne Zellen seine Eier ab, legt für die Larven einen Vorrat von Pollen an und verschließt sie dann. Danach stirbt es. Die Larven schlüpfen nach etwa 10 Wochen und überwintern als ausgewachsene Tiere. Wird eine Temperatur von 15 Grad erreicht – das kann auch schon im Januar sein – , dann fliegen sie aus und brauchen dringend Nahrung. Wird es wieder kälter, ziehen sie sich zurück in ihre Höhlen.

 

Alte abgestorbene Bäume oder Zaunpfosten sind ein idealer Wohnraum für diese Wildbienenart. Möchte man unserer größten Wildbiene eine Nistgelegenheit anbieten, dann sollte es totes Laubholz sein, gerne von Obstbäumen oder Eichen, es sollte weder faul noch ganz morsch sein. Löcher können leicht angebohrt werden, aber auf keinen Fall tiefer als 1cm, denn das macht sie selbst, da sie die Holzspäne braucht, um die Nester zu verschließen.

Wer sie in seinem Garten oder auf Streuobstwiesen beobachten will, der sollte auch das passende Nahrungsangebot haben. Winterjasmin, Blauer Eisenhut, Glockenblumen, aber vor allem Blauregen und Muskatellersalbei sollen ihr am besten schmecken.


Autorin: Ute Leukel-Fischer


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